Frühjahrskonzert beim Liederkranz 1850 Herlikofen e. V.

 

„Sehnsuchtsmelodien –
eine musikalische Reise“

 

Unter Leitung von Interimsdirigent Kilian Baur luden am Samstag, 21. April 18, die drei vereinseigenen Chöre und das Akkordeonorchester unter der Leitung von Martin Seibold, der kurzfristig für die erkrankte Dirigentin Petra Penz eingesprungen war, zu einer Zugfahrt der musikalischen Art in die Gemeindehalle Herlikofen ein. Begleitet wurden die Chöre von Dennis Ruhland am Schlagzeug und erstmalig von Madeleine Bihr am Flügel. Durch das Programm führte Vorsitzende Birgit Sauter.

 

Eindrucksvoll schon zu Beginn der „Einmarsch“ der Aktiven. Begleitet vom Akkordeonorchester betraten die Sängerinnen und Sänger die Bühne mit „Conquest of Paradise“ von Vangelis, bekannt vor allem durch Boxer Henry Maske und lösten stimmgewaltig so manche Gänsehaut bei den Zuhörern aus.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Vorsitzenden Thomas Ritz, folgte der Auftritt des Kinderchores „Die Singenden Kids“. Mit „Shalala“ von Fredi Jirovec, „Sowieso“ von Mark Forster und „Nessaja“ aus dem Musical „Tabaluga“, zeigten die Jüngsten des Vereins eindrucksvoll ihr Können. Im anschließenden „Hexen-Rock ’n’ Roll“ ging es dann richtig zur Sache und die Freude der Kinder am gemeinsamen Singen war offenkundig. Mit Hexenhüten und aufblasbaren Gitarren rockten die Kids die Bühne! Das begeisterte Publikum forderte eine Zugabe, die auch nicht auf sich warten ließ. Mit „Applaus Applaus“ verabschiedeten sich die Kids unter Beifallsstürmen von ihrem Publikum.

Nach diesem gelungenen Auftritt, betrat das Akkordeonorchester die Bühne und begann den Vortrag mit Akkordeonspiel vom Feinsten. Passend zum Motto „Sehnsuchtsmelodien“ erhob sich die anrührende „Romanze“ von Fritz Dobler zu stürmischer Walzerstimmung, mystischen Elementen, französischer Musette-Verträumtheit, theatralischer Dramatik und einem mächtigen Schlusshymnus.

Ebenso bravourös folgte „Henry Mancini in Concert“ in einem Arrangement von Renato Bui.

Henry Mancini zählt zu den großen amerikanischen Filmkomponisten des 20. Jahrhunderts. Das Akkordeonorchester zeigte einen Ausschnitt seiner bedeutendsten Werke, wie „Charade“, „Days of Wine and Roses“, „Pie in the Face Polka“. Das Stück „Moon River“ aus dem Film Frühstück bei Tiffany, aber auch das Charakterstück „Baby Elephant Walk“ tragen seine Handschrift, welche sich durch große Leichtigkeit und oft verblüffende Einfachheit und Klarheit auszeichnen.

Das fulminante Ende machte „Music“ von John Miles, arrangiert von Hans-Günther Kölz und die Zuschauer dankten den Musikern für die großartige Darbietung mit anhaltendem Beifall.

In der darauffolgenden Pause durfte sich das Publikum mit den vom Wirtschaftsteam bereitgestellten Häppchen und kühlen Getränken stärken, bevor mit dem „Ave Maria der Berge“ die musikalische Reise mit dem Gemischten Chor weiter ging. Eindrucksvoll beschrieben die Sängerinnen und Sänger in ihrem sauber intonierten Vortrag die sehnsuchtsvolle und erholsame Kraft, die Musik und Gesang haben können. Mit „Humoreske“ von Antonin Dvořák, hielt der Frühling Einzug in die Gemeindehalle, bevor mit „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ – bekannt durch die „Comedian Harmonists“ - ein weiteres Highlight zum Besten gegeben wurde. Mit dem folgenden „La Montanara“ kehrte man wieder an den Anfang der Reise zurück – die Berge, dieses Mal auf die Hochebene Pian della Mussa. Dieses wunderbare Stück von Toni Ortelli in einem Arrangement von Luigi Pigarelli ließ bei so manchem begeisterten Zuhörer die Sehnsucht nach der klaren Bergluft aufkommen. Kein Wunder, dass der Chor die Bühne nicht ohne Zugabe verlassen durfte! Mit dem bekannten Evergreen „Butterfly“ verabschiedete sich der Gemischte Chor, der mit dem mehr als gelungenen Vortrag den Nerv des Publikums voll getroffen hatte.

 

Weiter im Programm ging es mit den SängerInnen von „Mixed Generations“. Den Anfang machte das bekannte schwäbische Volkslied „Auf de schwäbsche Eisebahne“ in einer modernen Version, arrangiert von Joachim Rohrer. Der arme Bauer, der seinen Goisbock verloren hat, wurde professionell vorgetragen von Hans Stegmaier. Hier meinte man, die Dampflok leibhaftig durch die Gemeindehalle schnaufen zu hören, und die in bestem Schwäbisch vorgetragene Weise verdeutlichte vielleicht am eindrücklichsten, was ein ambitionierter Chor unter qualifizierter Leitung allein aus einem simplen Volkslied herauszuholen vermag. Der nächste Halt der gesungenen Reise war das Times Square Studio in New York, wo Billy Joel im Jahr 1990 das Stück „And so it goes“ einspielte. Hymnenartig vorgetragen, überzeugte der Junge Chor in dieser harmonisch recht anspruchsvollen Interpretation von Bob Chilcott. Getreu dem Motto ging es weiter mit Udo Lindenbergs Klassiker „Hinterm Horizont“ und dem aus dem gleichnamigen Musical stammenden „Fame“, in dem die Sehnsucht nach Ruhm, den Leitspruch des heutigen Abends nochmals aufgriff. Mit „May it be“ von Enya, gefühlvoll und ausdrucksstark dargeboten, beendeten „Mixed Generations“ ihren Vortrag.

Es folgte ein gemeinsames Lied der beiden Chöre – „Solang man Träume noch leben kann“, bevor Vorsitzender Thoma Ritz sich in seiner Abschiedsrede bei allen Beteiligten bedankte. Sein besonderer Dank galt dem Interimschorleiter Kilian Baur, der die 3 Chöre des Vereins noch bis zur Sommerpause dirigieren wird, bis dann im September die langjährige Chorleiterin Natalia Fischer wieder den Taktstock übernimmt. Weiterhin bedankte er sich bei den Instrumentalisten Madeleine Bihr am Flügel und Dennis Ruhland am Schlagzeug. Besonderer Dank galt auch Ehrendirigent Martin Seibold, der für die erkrankte Dirigentin des Akkordeonorchesters, Petra Penz, eingesprungen war.

Beim anschließenden Finale versammelten sich nochmals alle Beteiligten auf der Bühne und sangen gemeinsam „Danke für die Lieder“, bevor das Wirtschaftsteam zum geselligen Beisammensein einlud.